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August 14, 2026
Forbes entlässt seinen Chefredakteur wegen einer Zahlung von 6 Millionen US‑Dollar, die seine ethischen Standards auf die Probe stellte
Die Entlassung von Randall Lane, nachdem er eine nicht offengelegte Zahlung von 6 Millionen US‑Dollar von einem Geschäftspartner von Forbes angenommen hatte, hat die Prüfung der redaktionellen Standards des Magazins und seiner öffentlichen Glaubwürdigkeit verschärft.
Forbes steht vor einer Glaubwürdigkeitskrise, nachdem das Magazin seinen Chefredakteur wegen einer Zahlung von 6 Millionen US‑Dollar von einem Geschäftsmann entlassen hat, dessen Unternehmen in einer Geschäftsbeziehung mit dem Magazin stand. Der Streit dreht sich nicht nur darum, ob das Geld ein Geschenk war, sondern auch darum, ob ein Redakteur, der einflussreiche Wirtschaftsberichterstattung beaufsichtigt, es ohne Offenlegung annehmen durfte.
Randall Lane, der frühere Chefredakteur und Chief Content Officer von Forbes, wurde Berichten zufolge entlassen, nachdem er die Zahlung von RJ Shook, dem Gründer von Shook Research, erhalten hatte. Das Unternehmen arbeitet seit 2016 mit Forbes zusammen, um Rankings für Vermögensberater zu veröffentlichen, und seine Website führt ein Dutzend Rankings auf, die in Partnerschaft mit dem Magazin erstellt wurden. Eine interne E‑Mail bestätigte Lanes Weggang, nannte jedoch keinen Grund; Mitarbeiter erfuhren die Erklärung Berichten zufolge erst durch anschließende Berichterstattung. Die konservative Zuspitzung reduziert den Vorfall auf seinen schärfsten Vorwurf: „Forbes‑Redakteur draußen“, nachdem er 6 Millionen US‑Dollar von einer Firma angenommen hatte, die Geschäfte mit dem Magazin machte.1
Die detailliertere Darstellung setzt einen anderen Schwerpunkt. Lane betrachtete die Zahlung Berichten zufolge als Geschenk für Ratschläge, die er Shook im Laufe der Jahre gegeben hatte, und nicht als Vergütung für redaktionellen Einfluss. Doch diese Unterscheidung löst den zentralen Konflikt nicht: Die eigenen redaktionellen Standards von Forbes verbieten es Mitarbeitern, „Vergütungen, Privilegien oder Gefälligkeiten jeglicher Art“ von Personen oder Unternehmen anzunehmen, die in seiner Berichterstattung vorkommen.2
Lane räumte den Verstoß direkt ein und sagte: „Ich habe einen Fehler gemacht und ich übernehme die Verantwortung dafür“, und bezeichnete sein Versäumnis, das Geschenk offenzulegen, als „einen schwerwiegenden Fehlgriff in der Beurteilung.“3 Sein Eingeständnis steht im Kontrast zu der enger gefassten institutionellen Reaktion: Forbes lehnte weitere Stellungnahmen ab und ließ damit offen, warum die Zahlung geleistet wurde, ob sie die Berichterstattung beeinflusste und warum eine Offenlegung nicht früher erfolgte.
Der Vorfall ereignet sich zu einem Zeitpunkt, an dem das Vertrauen in den Journalismus bereits schwach ist. Berichten zufolge haben 57 % der Amerikaner nur wenig Vertrauen darin, dass Journalisten im öffentlichen Interesse handeln.4 Ob als persönliches Fehlverhalten oder als systemisches Versagen der Ethik betrachtet – der Fall liefert Kritikern ein greifbares Beispiel für die verwischten Grenzen zwischen redaktioneller Autorität und geschäftlichen Beziehungen.