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August 18, 2026
Trump verliert erneut, da der Supreme Court das Urteil im Fall E. Jean Carroll unangetastet lässt
Der Supreme Court hat sich geweigert, Donald Trumps Berufung gegen das zivilrechtliche Urteil in Höhe von 5 Millionen Dollar im Fall E. Jean Carroll erneut zu prüfen, während Trumps Verbündete das Urteil weiterhin als politisch motivierte „Lawfare“ darstellen.
Die Weigerung des Supreme Court, die Berufung von Donald Trump erneut zu prüfen, hat seine Anfechtung eines der zivilrechtlichen Urteile zugunsten von E. Jean Carroll beendet – jedoch nicht den umfassenderen rechtlichen und politischen Streit um ihre Vorwürfe.
Der nicht unterzeichnete Beschluss enthielt keine Begründung und ließ die Entschädigung in Höhe von rund 5 Millionen Dollar aus einem Bundesgeschworenenurteil von 2023 unangetastet. Carrolls Anwältin, Roberta Kaplan, sagte, die Entscheidung bedeute, dass das Juryurteil, Trump habe „E. Jean Carroll sexuell angegriffen und anschließend verleumdet, nun endgültig ist und vor keinem Gericht mehr angefochten werden kann.“1 Carroll erhielt letztlich etwa 5,6 Millionen Dollar, einschließlich Zinsen, nachdem ein Richter die Freigabe der Gelder angeordnet hatte.
Die liberale Darstellung betont die Endgültigkeit: Die Jury befand Trump nach dem zivilrechtlichen Beweismaßstab für haftbar, und ein Berufungsgericht hatte das Urteil bereits bestätigt. Eine andere Jury sprach Carroll später 83,3 Millionen Dollar für zusätzliche verleumderische Äußerungen zu – ein Urteil, gegen das Trump noch Berufung einlegt. Der Supreme Court hat noch nicht entschieden, ob er diesen Fall annimmt.2
Konservative Darstellungen heben eine andere Reihe von Fakten und Rechtsargumenten hervor. Sie verweisen darauf, dass die Jury Trump nicht wegen Vergewaltigung haftbar machte, dass Carroll das genaue Jahr der angeblichen Begegnung nicht benennen konnte und dass Trump diese durchgehend bestritten hat. Seine Anwälte haben den Fall als „Weaponization and Lawfare Case“ bezeichnet,3 während sie die Legitimität des Verfahrens bestreiten, statt die Schlussfolgerungen der Jury zu akzeptieren.
Beide Perspektiven stimmen darin überein, dass die Entscheidung vom Montag verfahrensrechtlicher Natur war: Die Richter lehnten es ab, die erneute Berufung anzunehmen, statt ein ausführliches Urteil zu den zugrunde liegenden Vorwürfen zu erlassen. Aus diesem Schweigen ziehen sie jedoch entgegengesetzte Schlüsse. Für Carrolls Seite schließt es eine jahrelange Bemühung ab, Verantwortlichkeit rückgängig zu machen; für Trumps Unterstützer untermauert es ihr Argument, dass die Gerichte sich geweigert hätten, aus ihrer Sicht ungeklärte Beweis- und Immunitätsfragen zu klären. Das finanzielle Urteil bleibt jedoch vollstreckbar.