Story
September 6, 2026
Demokraten gewinnen bei Unabhängigen an Boden, während Trumps zweite Amtszeit die Zwischenwahlen belastet
Die jüngsten Quartalsdaten von Gallup zeigen, dass die Demokraten unter Wählern, die sich mit einer Partei identifizieren oder zu ihr tendieren, mit 10 Punkten vor den Republikanern liegen. Das Ergebnis deutet auf eine mögliche Gegenreaktion gegen Donald Trump hin, auch wenn die zunehmende Unabhängigkeit das Wahlbild komplizierter macht.
Die jüngsten Zahlen von Gallup zur Parteizugehörigkeit deuten vor den Zwischenwahlen 2026 auf einen wachsenden Vorsprung der Demokraten hin – zugleich unterstreichen sie, wie unentschlossen die Wählerschaft weiterhin ist. Die Demokraten gewinnen unter Unabhängigen hinzu, während ein wachsender Anteil der Wähler beide großen Parteien ablehnt.
Unter den Wählern, die sich selbst als unabhängig bezeichnen, sagen laut der vierteljährlichen Umfrage inzwischen 49 %, dass sie „eher zur Demokratischen Partei tendieren“, verglichen mit 39 %, die zu den Republikanern tendieren.1 Dieser Vorsprung von 10 Punkten ist vier Punkte größer als im ersten Quartal 2025, kurz nachdem Donald Trump ins Weiße Haus zurückgekehrt war.
Der umfassendere Wandel zeigt sich auch unter Wählern, die sich offen mit einer Partei identifizieren. Die Demokraten machen inzwischen 31 % der Befragten aus, gegenüber 28 % bei Trumps Amtsantritt, während die Republikaner weiterhin bei 28 % liegen.1 Die Zahlen deuten darauf hin, dass Trumps zweite Amtszeit einige Wähler zu den Demokraten – oder zumindest von den Republikanern weg – bewegen könnte.
Die liberale Interpretation fällt weitreichender aus. Ein Bericht beschreibt das Ergebnis als eine „scharfe Umkehr“ gegenüber dem Vorsprung der Republikaner von vier Punkten Ende 2024, als Trump die Präsidentschaft gewann und die Republikaner beide Kammern des Kongresses kontrollierten.2 Darin wird der Wandel mit Unzufriedenheit über Zölle, Kürzungen bei den Bundesbediensteten, ein umfangreiches Ausgabengesetz und den Krieg im Iran in Verbindung gebracht; außerdem wird argumentiert, dass die Demokraten bei den Wahlen zum Repräsentantenhaus im November profitieren könnten.
Die konservative Darstellung ist zurückhaltender und betont die Bewegung unter den Unabhängigen, statt eine umfassende parteipolitische Neuausrichtung auszurufen. Beide Perspektiven verweisen jedoch auf dieselbe Komplikation: Die Amerikaner zögern zunehmend, sich mit einer der beiden Parteien zu identifizieren. Im vergangenen Jahr erreichten die Unabhängigen 45 %, während sich nur 27 % entweder als Demokraten oder als Republikaner bezeichneten.2 Diese Volatilität könnte den Demokraten helfen – sie macht jedoch auch jede Prognose für die Zwischenwahlen anfällig.