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September 7, 2026

Aktualisiert am September 8, 2026

Hawaii entgeht nur knapp: Hurrikan Lowell stellt den Sturmschutz der Inseln auf die Probe

Hawaii rechnet damit, dass Hurrikan Lowell westlich der Inseln vorbeizieht, doch die Behörden warnen, dass Regen, hohe Brandung und Überschwemmungen nach wochenlang ungewöhnlich hoher Pazifikaktivität dennoch schwere Schäden verursachen könnten.

Hawaii bereitet sich auf Hurrikan Lowell vor – mit einer trügerisch kleinen Sicherheitsmarge: Das Zentrum des Sturms soll vor der Küste bleiben, doch seine weitreichenderen Gefahren könnten die Inseln dennoch erreichen. Die Ausrufung des Notstands spiegelt das Spannungsfeld zwischen einer vergleichsweise günstigen Zugbahnprognose und einer ungewöhnlich wechselhaften Sturmsaison wider.

Die Behörden erwarten, dass Lowell sich von einem Sturm der Kategorie 3 mit Windgeschwindigkeiten von 125 mph auf ungefähr Bedingungen der Kategorie 2 in der Nähe Hawaiis abschwächt. Sein Zentrum könnte zwischen Montagabend und Dienstagmorgen etwa 130 Meilen westlich von Ni’ihau oder 170 Meilen westlich von Kauai vorbeiziehen. Die Zugbahn vor der Küste dürfte den Inseln die schlimmsten Winde ersparen, doch heftiger Regen, hohe Brandung und gefährliche Küstenbedingungen bleiben wahrscheinlich. Für Kauai und Ni’ihau gilt eine Tropensturmwarnung, wo Böen von mehr als 39 mph möglich sind.

Die beruhigendere Einschätzung lautet, dass Hawaii einen direkten Treffer möglicherweise vermeiden kann. Die Bewohner wurden jedoch aufgefordert, mit Bedingungen wie bei einem Tropensturm zu rechnen, während Lowell westlich der Inseln weiterzieht. Das unterstreicht, dass die Entfernung zum Auge des Sturms das Risiko nicht beseitigt. Der Unterschied zwischen den beiden Perspektiven liegt in der Gewichtung: Die Prognose deutet auf einen knappen Vorbeizug hin, während die Kommunikation zur Vorbereitung auf Auswirkungen fokussiert, die sich weit über das Sturmzentrum hinaus ausbreiten können.

Die unmittelbare Bedrohung tritt zudem in einem größeren Muster auf. Lowell ist innerhalb von etwas mehr als drei Wochen bereits das dritte System, das Hawaii bedroht – nach Hurrikan Lala und Tropensturm Moke. Eine Zeit lang waren Lowell, Karina und Marie gleichzeitig im Pazifik aktiv – eine seltene Phase mit drei Hurrikanen. Der Artikel bringt die zunehmende Aktivität sowohl mit dem Klimawandel als auch mit einem möglicherweise rekordstarken El Niño in Verbindung und warnt, dass die Region in das eintritt, was die UN als „Gefahrenzone extremen Wetters“ bezeichnete.

Diese Einordnung erhöht die Dringlichkeit, schafft aber keine Gewissheit: El Niño und ein wärmeres Klima könnten das Grundrisiko erhöhen, während die unmittelbaren Auswirkungen von Lowell weiterhin von seiner Zugbahn, den Niederschlägen und den Küstenbedingungen abhängen werden. Für Hawaii ist die praktische Botschaft klar: Eine Prognose, nach der der Sturm vor der Küste bleibt, ist nicht dasselbe wie eine vollständige Entwarnung.