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September 19, 2026
Abweichender Geschworener sagt, er habe Clancys Schuld nie angezweifelt, während der Fehlprozess die Spaltung vertieft
Michael Desronvil sagt, die Staatsanwaltschaft habe bewiesen, dass Lindsay Clancy die Tötungen verstanden und geplant habe, und widerspricht damit direkt den Mitgeschworenen, die sagten, er habe begründete Zweifel eingeräumt. Das Patt von 11 zu 1 lässt die Staatsanwaltschaft über einen neuen Prozess nachdenken.
Der Fehlprozess im Dreifachmordfall Lindsay Clancy ist zu einem Streit nicht nur über ihren Geisteszustand geworden, sondern auch darüber, was der einzige abweichende Geschworene während der Beratungen tatsächlich glaubte. Michael Desronvil sagt, er sei überzeugt geblieben, dass die Staatsanwaltschaft bewiesen habe, Clancy habe gewusst, was sie tat; Mitgeschworene haben eine weitaus weniger gefestigte Haltung beschrieben.
Desronvil sagte gegenüber NewsNation, er habe „keine Zweifel gehabt“ und seine Versuche, alternative Theorien zu erörtern, seien als Beweis für Unsicherheit gewertet worden.1 Er sagte, die physischen Beweise, die Zeugenaussagen und der umfassendere Fall der Staatsanwaltschaft hätten gezeigt, dass Clancy „genau wusste, was sie tat, und es geplant hatte“.1 Diese Darstellung stützt die Theorie der Staatsanwaltschaft, dass Clancy ihre drei Kinder vorsätzlich getötet habe und sich der Unrechtmäßigkeit ihrer Handlungen bewusst gewesen sei.
Die konkurrierende Darstellung, die von einer liberalen Berichterstattung hervorgehoben wird, zeichnet Desronvil als den einzigen Geschworenen, der eine Verteidigung wegen Unzurechnungsfähigkeit trotz elf Kollegen, die für einen Freispruch plädierten, nicht akzeptieren wollte. Sie beschreibt das Patt als Ergebnis davon, dass ein Geschworener unter Druck standhaft blieb, und hebt zugleich Vorwürfe hervor, andere Geschworene hätten sich wie „Aktivisten“ verhalten.2 Diese Darstellungen unterscheiden sich deutlich: Die eine stellt den Fehlprozess als prinzipielles Eintreten gegen eine nicht überzeugende Verteidigung wegen Unzurechnungsfähigkeit dar; die andere präsentiert ihn als isolierte Weigerung, der Einschätzung des Gremiums zu folgen.
Beide Perspektiven stimmen in der zentralen verfahrensrechtlichen Tatsache überein: Die Jury stimmte mit 11 zu 1, woraufhin Richter William Sullivan einen Fehlprozess erklären musste. Uneinigkeit besteht darüber, ob Desronvils Position durchgehend gefestigt war oder ungelöste Zweifel widerspiegelte. Die Staatsanwaltschaft muss nun entscheiden, ob sie Clancy erneut vor Gericht stellt. Clancy hat zugegeben, ihre Kinder getötet zu haben, argumentiert jedoch, eine schwere psychische Erkrankung mache sie strafrechtlich nicht verantwortlich. Ein zweiter Prozess würde erfordern, eine einstimmige Jury zu überzeugen, nachdem die erste Jury daran gescheitert ist.